Die Schwäbische Alb hat viele Gesichter. Streuobstwiesen und sanfte Hügellandschaften, steile Hänge und markante Felsen, weite Hochflächen und tief eingeschnittene Täler prägen ihr Bild. Diese Vielfalt zeigt sich in drei charakteristischen Landschaftsräumen: Albvorland, Albtrauf und Albhochfläche.
Gut zu wissen: Die Illustration zeigt den typischen Landschaftsaufbau an der Nordwestseite der Schwäbischen Alb. Nicht überall sind Albvorland, Albtrauf und Albhochfläche so deutlich voneinander abgesetzt. Richtung Donau und auf der Ostalb läuft die Alb zum Beispiel deutlich sanfter bzw. plateauartiger aus.
Was gehört zur Schwäbischen Alb?
Die Schwäbische Alb besteht aus Albvorland, Albtrauf und Albhochfläche. Gemeinsam prägen sie die Landschaft der Region, die sich quer durch Baden-Württemberg erstreckt – grob zwischen Ellwangen im Nordosten, Ulm im Südosten, Tuttlingen im Südwesten und Tübingen im Nordwesten.
Besonders deutlich zeigt sich diese Gliederung an der Nordseite der Alb: Das Albvorland erstreckt sich unterhalb des markanten Albtraufs, der stellenweise rund 400 Höhenmeter zur Albhochfläche überwindet.
Doch nicht überall ist die Landschaft so deutlich abgestuft. Richtung Donau und auf der Ostalb wird das Gelände sanfter. Statt markanter Steilhänge prägen dort zunehmend fließende Übergänge und weitläufige Landschaften das Bild.
Die Landschaftsräume im Überblick
Albvorland
Sanfte Hügel, Streuobstwiesen und abwechslungsreiche Kulturlandschaften prägen vielerorts das Albvorland.
Besonders am Fuß des Albtraufs erstrecken sich ausgedehnte Streuobstlandschaften LINK.
Dazwischen wechseln sich offene Landschaften, Siedlungsräume und bewaldete Erhebungen ab. Einzelne markante Berge ragen aus dem sanfteren Relief hervor und sorgen für ein abwechslungsreiches Landschaftsbild.
Albtrauf
Steile, meist bewaldete Hänge, markante Kalkfelsen und vorspringende Bergsporne kennzeichnen den Albtrauf. Die weithin sichtbare Geländestufe bildet über weite Strecken den Nordwestrand der Schwäbischen Alb.
Stellenweise liegen zwischen Albvorland und Albhochfläche rund 400 Höhenmeter. Zwischen Felsen und Wäldern finden sich auch offene Hangbereiche und Wacholderheiden. Zahlreiche Aussichtspunkte eröffnen weite Blicke über die Landschaft.
Albhochfläche
Weite Horizonte und sanft gewellte Hochflächen prägen vielerorts das Landschaftsbild. Offene Wiesen und Felder wechseln sich mit Waldgebieten ab, während Täler und Mulden die Landschaft immer wieder unterbrechen.
Anders als der Name vermuten lässt, bildet die Albhochfläche keine einzige zusammenhängende Ebene. Richtung Donau fällt das Gelände zunehmend sanfter ab, während auch auf der Ostalb weitläufige Landschaften und fließende Übergänge das Bild bestimmen.
Wie ist diese Landschaft entstanden?
Die Landschaft der Schwäbischen Alb hat sich über Millionen von Jahren verändert. Einst lag die Region unter einem tropischen Meer. Später formten Hebung, Verwitterung und Erosion die heutigen Hochflächen, Steilhänge und Täler.