Eiszeitkunst und Urgeschichte

Die Wiege der Kultur der Menschheit entdecken

Die Höhlen der Schwäbischen Alb zählen zu den bedeutendsten Fundstätten der Menschheitsgeschichte. Hier entstanden vor rund 40.000 Jahren die ältesten bekannten figürlichen Kunstwerke und Musikinstrumente der Welt – darunter der Löwenmensch und die Venus vom Hohle Fels. Die Fundstätten gehören zum UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.

Zugleich erzählen die Höhlen und die umliegende Landschaft eine Erdgeschichte, die Millionen Jahre zurückreicht. Fossilien, Karstlandschaften und geologische Besonderheiten machen diese Vergangenheit sichtbar. Entdecke eine Region, in der Erd- und Menschheitsgeschichte eng miteinander verbunden sind.

Höhlen

Erdgeschichte

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Antworten auf deine Fragen

  • Die Schwäbische Alb zählt zu den höhlenreichsten Regionen Deutschlands. Mehrere tausend natürliche Höhlen sind hier bekannt – von kleinen Karsthöhlen bis zu beeindruckenden Schauhöhlen. Unter anderem gibt es hier die einzige mit dem Boot befahrbare Wasserhöhle, die einzige begehbare Schachthöhle und die längste begehbare Höhle Süddeutschlands.

  • Zahlreiche Höhlen sind für Besucher zugänglich. Dazu gehören naturbelassene Tropfsteinhöhlen, Höhlen, in denen bedeutende Funde der Eiszeitkunst gemacht wurden sowie über 10 gut ausgebaute und beleuchtete Schauhöhlen. 

  • Als Teil des ehemaligen Jurameeres ist die Schwäbische Alb ein bedeutendes Gebiet für Fossilien. Versteinerungen von Meerestieren, Pflanzen und Dinosauriern erzählen von einer Zeit vor 180 Mio. Jahren, als die Region noch von einem tropischen Meer bedeckt war. An manchen Stellen und Steinbrüchen kann man auch selber graben. 

  • Das Steinheimer Becken ist ein rund 15 Millionen Jahre alter Meteoritenkrater und eines der eindrucksvollsten Zeugnisse der Erdgeschichte in der Region. Sein charakteristisches Landschaftsbild entstand durch den Einschlag eines Meteoriten, eine Katastrophe auf und unter der Erde. Auf den Einschlag folgte bald wieder Leben. Ein Kratersee bildete sich, in dessen Ablagerungen unzählige Lebensreste bis auf den heutigen Tag prächtig konserviert wurden. Diese Fossilien geben Einblicke in die Lebenswelt eines 14 Millionen Jahre zurückliegenden Abschnitts der Tertiärzeit.

  • Die Höhlen im Ach- und Lonetal bewahren außergewöhnliche Zeugnisse der frühen Menschheitsgeschichte und wurden deshalb 2017 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Die dort entdeckten berühmten Figuren aus Mammutelfenbein und die ältesten bekannten Musikinstrumente der Welt sind rund 40.000 Jahre alt. Sie geben einzigartige Einblicke in die Anfänge menschlicher Kunst und Kultur.

  • Viele bedeutende Originalfunde sind in Museen der Region ausgestellt. Zu den bekanntesten gehören der Löwenmensch, die Venus vom Hohle Fels und die Flöten. Auch an den Fundorten selbst lässt sich die Geschichte der Eiszeitkunst entdecken, allerdings sind nicht alle der sechs Höhlen zugänglich. Teilweise kann man auch Archäologen bei der Ausgrabung beobachten.